Das neue Eintracht-Buch "Der große Triumph" von Jörg Heinisch über
Eintracht Frankfurts UEFA-Pokal-Sieg 1980, welches auf Bitten der Fan-
und Förderabteilung zum 25-jährigen Jubiläum des UEFA-Pokal-Titels
entstanden ist. 180 Seiten sind es am Ende geworden, viel
zu viele – gemessen an der ursprünglichen Vorstellung von ca. 100
Seiten. Das Beste für alle Fans: der Preis ist trotzdem der geblieben,
der es für 100 Seiten gewesen wäre; nicht zuletzt auch, weil die Fan-
und Förderabteilung der Eintracht bei diesem Buchprojekt mitkooperiert.
Die Saison 1979/80 sollte die erste Saison werden, in der sich
die großen Spieler der Eintracht aus den Siebziger Jahren
verabschieden. Für Jürgen Grabowski stand schon früh fest, dass es sei
letzte Saison werden sollte. Nachdem man in den Jahren zuvor nie
wirklich im Endspurt um die Deutsche Meisterschaft dabei war, sollte
nun noch einmal ein Anlauf gestartet werden. Unter den Neuzugängen
begrüßte man Bum Kun Cha und Harald Karger zwei fast unbekannte
Spieler, die groß einschlagen sollten. Aber auch die anderen Neuzugänge
wie z.B. Horst Ehrmantraut und Stefan Lottermann wurden große
Verstärkungen, ohne die das, was letztlich erreicht wurde, nicht
möglich gewesen wäre. Mit Friedel Rausch kamen sich viele
Spieler schon gleich zu Beginn der Saison in die Haare: Jürgen
Grabowski, Bernd Nickel und auch Bernd Hölzenbein waren kaum noch gut
auf ihren Übungsleiter zu sprechen. Der Ärger zog sich bis zum
Saisonende hin und gipfelte u.a. im Weggang Rauschs. Die
vielen Geschichte um Pezzey, Grabowski, Karger, Nachtweih & Co.
könnten in dem Buch auch den Eindruck erwecken, es sei ein
zusammenhängender Roman geschrieben worden – so viel ist in dieser
Saison passiert. Der FC Aberdeen, Dinamo Bukarest, Feyenoord Rotterdam,
die Waffenfabrik Brünn, Bayern München und Borussia Mönchengladbach
sind die Stationen gewesen – passiert ist fast bei jedem Spiel etwas
Ungewöhnliches – ob das berühmte Sitzkopfballtor im Heimspiel gegen
Bukarest, der Spießrutenlauf in Rotterdam und die Partyfahrt nach
Brünn. Neben der Aufarbeitung aller Geschehnisse in den
Stadien und rund um die Mannschaft gibt es wie beim
„Jahrhundertspiel“-Buch wieder Interviews mit einstigen Aktiven (Harald
Karger, Jürgen Grabowski, Werner Lorant, Bernd Hölzenbein, Friedel
Rausch), Erlebnisberichte mitgereister Fans und viele, viele Fotos
(u.a. auch in Farbe die Eintracht in grünen (!) Trikots) und andere
Utensilien aus der „Schatzkiste“. |