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 Jan-Åge Fjørtoft:
"Die Fan- und Förderabteilung finde ich eine gute Sache! Das darf aber nicht nur eine symbolische Abteilung sein, die muß auch ein Mitbestimmungsrecht haben. Der Vorstand sollte wissen, dass die Fans die wahren Aktionäre der Frankfurter Eintracht sind. Fußball ist wie eine Religion. Und mit den Gefühlen der Gläubigen sollte man nicht spielen."
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Am 23. Januar 2010 begaben sich die Mitglieder des Eintracht Frankfurt Kids-Clubs zum ersten Mal in der Saison 2009/2010 wieder auf eine Auswärtsfahrt. Nach bereits gesammelten Reiseerfahrungen im vergangenen Jahr nach Dortmund, Düsseldorf, Stuttgart und Bochum war das Ziel von 29 Junior Adlern an diesem Tag das Frankenstadion, um ihre Mannschaft im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg lautstark zu unterstützen und um einmal mehr auswärts für Aufsehen und Stimmung zu sorgen. In der Hoffnung nun endlich den Bann zu brechen und mit drei Punkten zurückzukehren, ging die Reise los.
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Wer am Samstagmorgen gegen 10.00 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof vorbeikam, dem fielen zwangsläufig die aufgeregten Junior Adler in die Augen, die mit ihren Betreuern auf Busfahrer Michael warteten. Ausgestattet mit Fahnen, Schals und Mützen trotzten sie schon zu solch früher Stunde den Minusgraden, um beim Spiel gegen den Club live dabei sein zu können und um die anderen Eintracht-Fans bei ihren Fangesängen zu unterstützen. Dieser Erlebnisbericht versucht die Geschehnisse des Tages aus Sicht des Busfahrers und der Betreuer zusammenzufassen.
10.00 Uhr: Der Bus trifft an der Südseite des Hauptbahnhofs ein.
Nina: Juhu, der Bus ist da! Rein ins Warme!!! Junior Adler: Jaaaaa… Busfahrer Michael: Hui, es sieht so aus, als wäre es kalt draußen. Ich dreh die Heizung mal noch ein bisschen wärmer. Alle hereinspaziert!
Das ließen sich die jungen Eintracht-Fans nicht zweimal sagen. Innerhalb weniger Minuten wurde der Bus in Beschlag genommen und mit Bannern und Schals der Junior Adler geschmückt. Es konnte losgehen. Nachdem noch die restlichen Mitreisenden an der Wintersporthalle eingesammelt worden sind, war der Enthusiasmus der Kids kaum noch zu stoppen.
Junior Adler: Auswärtssieg!!! Auswärtssieg!!!
Zur Überbrückung der Fahrdauer hatte Jan Portscher, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Fan- und Förderabteilung, ein kleines Fußball-Quiz vorbereitet, das die kleinen Frankfurt-Anhänger in Gruppen bearbeiten durften. Wie groß ist ein Tor? Welches Stadion seht ihr auf diesem Bild? Voller Ehrgeiz begaben sich die Kids an die Lösungssuche.
Team XYZ (laut): Ey, das ist München! Schreib das hin.. Anderes Team (etwas leiser): Habt ihr das gehört? Schreib auch München..
Währenddessen nahmen die anderen Betreuer die Bestellungen für den bevorstehenden Restaurant-Besuch entgegen. Zur Auswahl standen die angebotenen Kids-Menüs des Fast-Food Restaurants.
Maximilian: Ich will aber keine Pommes! Jakob: Ich will nix trinken..
Bei der Ankunft am Rasthof war der Hunger dann allerdings so groß, dass die nicht erfüllten Sonderwünsche vergessen waren und sich die hungrige Meute über das Essen her machte. Anschließend stand noch ein kleiner Ausflug auf den angrenzenden Spielplatz auf dem Programm. Hier wurden Fangesänge mit Insassen anderer Busse angestimmt, getobt und geklettert, bis es wieder zurück zum Bus ging. Doch von Ermüdung war immer noch keine Spur zu sehen. Noch circa eine Stunde trennte uns von unseren Plätzen im Stadion, von wo aus wir die Jungs um Trainer Michael Skibbe anfeuern werden. Für Ablenkung sorgte die Auflösung des zuvor gemachten Quiz. Bestens informiert und mit den schwarz-weiß gestreiften Choreo-Mützen ausgestattet, ging es schließlich in Richtung Stadion.
Lisa: Oh nein, ich mag keine Mützen!!!
Auf unseren Plätzen im neutralen Block direkt neben dem Stehblock der Erwachsenen angekommen, machten sich die ersten Bedürfnisse der Kids bemerkbar.
Fabian: Nina, mir ist kalt! Yannick: Wo ist denn die Toilette? Jonas: Wo gibt’s die Stadionzeitung? Leon: Ich will was essen.
Organisationstalent war nun gefragt. So zogen wir wieder in Gruppen los, um vor Spielbeginn möglichst viele zufrieden zu stellen. Und tatsächlich saßen wir pünktlich wieder auf unseren Sitzen, um den Stadionsprecher bei der Mannschaftsaufstellung zu unterstützen.
Kevin: Oh, darf ich mir auch noch eine Stadionzeitung holen?
Nachdem auch die letzten Wünsche erfüllt waren, ging es los. Laute Knaller flogen vor unseren Block, ein dichter Rauch umgab uns und ohne Aufforderung verließen die Junior Adler den zuvor eroberten Zaun und stürmten nach hinten. - Nein, Angst hatte natürlich keiner! Doch der Schreck war schnell wieder vergessen. Ab der zweiten Minute war das Spielfeld auch von unserem Platz aus wieder zu erkennen und es wurde schnell in die Fangesänge der Eintrachtler mit eingestimmt. Auch das 1:0 für Nürnberg in der 27. Minute konnte die Stimmung nicht trüben. Es wurde gehüpft, gesungen, geschimpft und die Fahnen geschwungen. Der verdiente Lohn dafür kam in der 40. Minute mit dem Ausgleich durch Benjamin Köhler!
Im Chor: TOOOOOOR!!! TOOOOOOR!!!
Die zweite Halbzeit hingegen gestaltete sich etwas schleppend und die Kälte machte sich nun auch bei den hartgesottenen Junior Adlern bemerkbar, so dass die Freude auf einen warmen Bus immer größer wurde.
Lisa: Die Mützen sind doch ganz praktisch! Die halten wenigstens ein bisschen warm.
18.00 Uhr: Gästebusparkplatz Nürnberg
Busfahrer Michael: Oh, da kommen sie ja. So ganz glücklich sehen sie ja nicht aus. Und ein bisschen verfroren. Da hab ich wohl nichts verpasst und gleich bin ich auch noch der Held, weil ich den Bus vorgeheizt habe. Fast im Chor: Oh, schön warm… Michael: Ist es kalt draußen? Bastian: Ach Quatsch…
Mit einer kleinen Portion Bedauerung, weil er nicht mit den anderen Businsassen „Träume in schwarz und weiß“ gucken kann, startete Michael den Bus, um die Junior Adler sicher nach Hessen zurückzubringen. Doch die Energie der Kids kannte noch immer kein Ende. So machten wir auch auf dem Heimweg einen kleinen Zwischenstopp auf einem an der A3 gelegenen Rasthof, auf dem sich die jungen Eintracht-Anhänger schnell in alle Richtungen verteilten und sich mit Naschen eindeckten. Gestärkt und putzmunter wurde dann die letzte Etappe der Reise angetreten. Bei wahrer Partymusik, die Busfahrer Michael bereithielt, fingen sogar die Betreuer an mitzutanzen, bis der Bus gegen 21 Uhr wieder in Frankfurt eintraf.
Ein ganz besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle sowohl an unseren Busfahrer Michael, der sehr darum bemüht war, die Stimmung im Bus am Laufen zu halten, an die freiwilligen Betreuer und natürlich an die mitgereisten Junior Adler, die auch diese Auswärtsfahrt unvergesslich gemacht haben und mithalfen, einen Punkt mit zurück nach Frankfurt zu nehmen.
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geschrieben von: pb am Freitag, 26. Februar 2010, 18:08 Uhr
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